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Die grün-rote Landesregierung aus Baden-Württemberg hat heute einen Bericht gelobt, der bestätigen soll, dass der Strompreis in Baden-Württemberg niedrig ist und trotz des EEG (Erneuerbaren-Energien-Gesetz) nicht steigt. Ich habe mir mal die Studie durchgelesen. Hier ein paar Stellen aus dem Endbericht „Bericht über den Strom- und Gasmarkt  in Baden-Württemberg 2010/2011“ (Bericht)

  • Der Haushaltstrompreis in Deutschland liegt inklusive Steuern, Abgaben und Umlagen um 43 Prozent über dem europäischen Durchschnitt und 36 Prozent über dem Durchschnitt der Eurozone.
  • Die Einführung und Erhöhung der Kosten aus dem Ausbau erneuerbarer Energien ist maßgeblich verantwortlich für die Preissteigerung.
  • Im Zeitraum 1998 bis 2011 sind die staatlich veranlassten Strompreisbestandteile insgesamt um 169% (von 4,23 €ct/kWh  auf 11,38 €ct/kWh) angestiegen.
  • Die durchschnittliche Höhe der Industriestrompreise liegt in Deutschland 10 bis 12% über dem Niveau in der Europäischen Union.
  • Im Jahr 2011 beträgt der Anteil der EEG Umlage 26% des Strompreises für Industriekunden, im Jahr 2010 waren es 17%.
  • Die staatlich veranlassten Preisbestandteile des Strompreises in Deutschland nahmen von 2000-2011 um über 110 % zu.
  • Die durchschnittlichen Strompreise für 2010 ohne Berücksichtigung von Abgaben und Steuern lagen in Deutschland um 12 % (2009: 14 %) höher als im Mittel der EU. Damit hat sich der Abstand im Vergleich zum Vorjahr minimal reduziert. Unter Berücksichtigung von Abgaben und Steuern ist der Strompreis 42 % (2009: 40 %) höher als im EU-Mittel.
  • Der staatlich veranlasste Anteil an den Strompreisen beträgt etwa 43 % und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3 % erhöht. Im Zeitraum von 2000 bis 2011 sind die Strompreise durchschnittlich um knapp 79 % angestiegen. Die auf den Strommarkt entfallenden Preisbestandteile im Zeitraum von 2000 bis 2011 sind um 57 % (2010/2000 60 %) gestiegen und damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 2 % niedriger. Die staatlich veranlassten Preisbestandteile nahmen dagegen im gleichen Zeitraum um über 110 % zu (2010/2000 über 80 %).
  • Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien verbunden sind ein weiter steigen-des Volumen der EEG-Umlage sowie die Notwendigkeit des Netzausbaus. Bei-des führt tendenziell zu steigenden Strompreisen.

Am Ende der Studie kommt dann noch ein tolles Fazit:

Wenn der Stromverbrauch um 10% sinkt und der Energieverbrauch um 20% sinkt, dann bleiben die Stromkosten relativ stabil. Ich frage mich, wie dies funktionieren soll, wenn wir doch bald alle Elektroautos fahren sollen.

Ich denke mit diesem, dankenswerterweise von der Landesregierung zur Verfügung gestelltem Bericht, kann man durchaus darlegen, dass der Staat mit dem EEG von rot-grün der Preistreiber Nummer Eins beim Strompreis ist.

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