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Posts Tagged ‘Armutsbericht’

Nach dem riesen Aufschrei in der Presse und auch bei SPD, Grünen, Linken und den Sozialverbänden möchte ich einfach ein paar Zahlen sprechen lassen.

Beginnen möchte ich mit dem Zeitraum der vom Bericht erfasst wird: „Der Berichtszeitraum umfasst dabei grundsätzlich den Zeitraum von 2007 bis 2011…“.

Weitere Betrachtungszeiträume:

– Armutsrisikoquote bis 2009
– Niedriglohnquote bis 2010
– Bruttoeinkommen bis 2010
– Unzufriedenheit bis 2008, 
– Anteil der Vollbeschäftigten bis 2010
– soziale Isolation bis 2008

Die heutige schwarz/gelbe Regierung war zu dieser Zeit noch gar nicht, bzw. noch nicht lange am Regieren.

Weiter geht es dann mit ein paar ziemlich selbsterklärenden Grafiken.

Arbeitslosenquoten in Europa

Die Arbeitslosigkeit ist Deutschland ist sehr niedrig. Die Quelle ist Eurostat, dort werden international vergleichbare Zahlen benutzt.

Arbeitsmarktenwicklung

Entwicklung des Volkseinkommen

Die Entwicklung der Volkseinkommen. Klar zu erkennen ist die Krise von 2008 und 2009. Das Volkseinkommen ist über dem Niveau der Krise und auch Löhne sind deutlich höher.

Soziale Isolation von Menschen

Bei der sozialen Isolation von Menschen gibt es durchaus noch Verbesserungspotential.

 

Entwicklung der privaten Vermögen

Wir sehen ganz klar die Preissteigerungen bei Wohnungen und bei Bauland. Das Nettogeldvermögen ist ebenso, wie seit Jahrzehnten üblich, stetig gestiegen.

Hierzu gestatte ich mir eine kurze Bemerkungen: Wie viel reicher wird ein Wohnungs- oder Hausbesitzer, wenn der Preis für sein Wohneigentum steigt?

Vermutlich würden uns 99 Prozent der anderen Länder um diese Entwicklung beneiden, speziell unsere Nachbarländer in der EU.

Entwicklung des Staatsvermögen

Niedriglohnbereich

Es verdienen also 4 Prozent aller Beschäftigen im Niedriglohnbereich unter 5 Euro in der Stunde. Unter 7 Euro die Stunde bekommen zusammengerechnet 23,4 Prozent.

Niedriglohnquote

Man beachte den leichten Abwärtstrend seit 2007, der durch die Krisenjahre unterbrochen wurde, die Tendenz ist rückläufig.

Wer arbeitet im Niedriglohnbereich?

Die Anzahl der Beschäftigten im Niedriglohnbereich hat leicht zugenommen, stark zugenommen hat es im Bereich der Nebenjobs. Nebenjobs sind vorwiegend Tätigkeiten Hilfstätigkeiten, für die man keine Ausbildung benötigt. Ganz stark ist hier der Bereich der Gastronomie und im Einzelhandel.

PS: Laut Umfragen gilt man in Deutschland ab 9.100 Euro pro Monat als reich. Laut offizieller Definition gilt man bereits ab 3.000 Euro verfügbares Einkommen im Monat als reich. Ähnlich ist es bei Vermögen, laut Umfragen gilt man ab 2,6 Millionen Euro an Vermögenswerten als vermögend, laut offizieller Definition bereits ab 500.000 Euro.

Laut aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen liegt der Anteil der privaten Haushalte in Deutschland mit einem verfügbaren Vermögen von über 200.000 Euro bei 1,3 bis maximal 3 Prozent. Alle anderen Vermögen sind Unternehmen, Immobilien oder anderweitige Investitionen.

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